Digital beschreibt, wie die einzelnen Verbraucher der Anlage angesteuert werden. Natürlich ist das immer "Spannung bzw. Strom", aber die Art und Weise ist im Gegensatz zu Analog doch etwas anders.
Bei herkömmlichen (analogen) Modelleisenbahnsteuerungen wird die Fahrgeschwindigkeit einer Lok direkt über einen Regler gesteuert. Der Regler kann jede beliebige Stellung einnehmen und damit auch die Geschwindigkeit der Lok.
Das typische Merkmal einer digitalen Steuerung ist, daß die Fahrgeschwindigkeit nur in festgelegten Fahrstufen verändert werden kann. Die Anzahl der möglichen Fahrstufen ist vom verwendeten System abhängig und geht von 14 (Märklin) über 28 (DCC) bis zu 128 Stufen.
Die Umsetzung der Fahrstufen erfolgt in einem sogenannten Decoder. Dieser Decoder versorgt den Motor der Lok mit Spannungsimpulsen. Diese Spannungsimpulse werden um so länger je höher die Fahrstufe ist und dem entsprechend erhöht sich auch die Drehzahl des Motors und damit die Geschwindigkeit der Lok.
Digitalsteuerungen ermöglichen
- eine größere Anzahl von Lokomotiven unabhängig voneinander im selben Stromkreis zu steuern
- Verschiedene Funktionen in den Lokomotiven zu schalten, wie z.B. das Licht, eine automatische Kupplung, etc.
- Weichen und Signale mit einer relativ einfachen Verdrahtung zu stellen
- den Anschluß eines Computers zur Steuerung der Modellbahnanlage